01. Oktober 2026

EU-Schwellenwerte 2026: Wertgrenzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Bieter

EU-Schwellenwerte 2026: Wertgrenzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Bieter

Ab welchem Betrag gilt die EU-Schwelle, und was gilt darunter?

„Ab welchem Betrag muss der Auftraggeber EU-weit ausschreiben, und was passiert darunter?“ Die EU-Schwellenwerte 2026 liegen bei 140.000 Euro für Liefer- und Dienstleistungen zentraler Regierungsbehörden, 216.000 Euro für Liefer- und Dienstleistungen der übrigen öffentlichen Auftraggeber und 5.404.000 Euro für Bauaufträge, jeweils ohne Umsatzsteuer. Ab diesem geschätzten Auftragswert gilt in Deutschland und Österreich das EU-Vergaberecht. Darunter gelten nationale Wertgrenzen, bis zu denen ein Auftrag auch ohne Ausschreibung vergeben werden darf. Diesen Überblick gibt aufträge.io, die Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Dieser Artikel richtet sich an Geschäftsführung, Vertrieb, Bid-Management, Solution-Architekten, Juristen und Finanzen in Unternehmen, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz (DACH) öffentliche Aufträge gewinnen wollen.

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Er nennt keine Namen von Auftragnehmern. Maßgeblich sind die verlinkten amtlichen Texte. Rechtsstand: 06.10.2026, Angaben aus TED mit Stand im Text.

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen:

Welche Schwelle gilt für die Auftraggeber, an die Sie verkaufen? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Schwellenwerte und Wertgrenzen: die wichtigsten Begriffe

Diese Tabelle erklärt die wichtigsten Begriffe, jeweils mit der Fundstelle.

Tabelle: Begriffe rund um Schwellenwerte

BegriffWas er bedeutetFundstelle
EU-SchwellenwertAuftragswert, ab dem die EU-Vergaberichtlinien gelten. Die EU-Kommission überprüft ihn alle zwei Jahre und setzt ihn bei Bedarf neu fest.Art. 4 Richtlinie 2014/24/EU, Art. 6 Abs. 1 Richtlinie 2014/24/EU
Oberschwelle und UnterschwelleErreicht oder überschreitet der geschätzte Auftragswert ohne Umsatzsteuer den EU-Schwellenwert, gilt das EU-Vergaberecht (Oberschwelle). Darunter gelten nationale Regeln (Unterschwelle).§ 106 Abs. 1 GWB, § 12 BVergG 2018
WertgrenzeNationaler Betrag unterhalb der EU-Schwelle, bis zu dem ein vereinfachtes Verfahren oder ein Auftrag ohne Ausschreibung erlaubt ist.§ 55 Abs. 2 BHO, § 46 Abs. 2 BVergG 2018
Geschätzter AuftragswertDer Betrag, den der Auftraggeber vor dem Verfahren für die ganze Leistung schätzt, ohne Umsatzsteuer, mit Optionen und Verlängerungen.§ 3 Abs. 1 VgV
TED (Tenders Electronic Daily)Online-Version des Supplements zum Amtsblatt der EU, in dem die Bekanntmachungen oberhalb der EU-Schwelle erscheinen.Über TED
Zentrale RegierungsbehördeFür sie gilt die niedrigere EU-Schwelle. In Deutschland sind das Bundeskanzleramt und Bundesministerien.§ 106 Abs. 2 Nr. 1 GWB
SektorenauftraggeberAuftraggeber der Wasser-, Energie- und Verkehrsversorgung sowie der Postdienste, mit eigenen Schwellenwerten.Art. 15 Richtlinie 2014/25/EU
Soziale und andere besondere DienstleistungenIn einem Anhang der Richtlinie aufgezählte Dienstleistungen, etwa aus Gesundheit, Bildung und Sozialem, mit höherer Schwelle.Art. 4 Buchst. d Richtlinie 2014/24/EU
KonzessionVertrag, bei dem das Unternehmen sein Entgelt ganz oder teilweise aus dem Recht zur Nutzung des Bauwerks oder zur Verwertung der Dienstleistung erhält.§ 105 Abs. 1 GWB
RahmenvereinbarungVereinbarung über die Bedingungen der Aufträge, die während eines bestimmten Zeitraums vergeben werden.§ 103 Abs. 5 GWB
LosTeil eines Auftrags, in der Menge aufgeteilt (Teillos) oder nach Art oder Fachgebiet (Fachlos).§ 97a Abs. 1 GWB
Direktauftrag (Deutschland)Beschaffung ohne Vergabeverfahren bis zu einer Wertgrenze.§ 55 Abs. 2 BHO
Direktvergabe (Österreich)Der Auftraggeber bezieht die Leistung formfrei von einem ausgewählten geeigneten Unternehmer, gegebenenfalls nach Einholung von Angeboten oder Preisauskünften.§ 31 Abs. 11 BVergG 2018
Freihändiges Verfahren (Schweiz)Die Auftraggeberin vergibt den Auftrag direkt ohne Ausschreibung.Art. 21 Abs. 1 BöB
Einladungsverfahren (Schweiz)Die Auftraggeberin lädt ausgewählte Anbieterinnen ohne öffentliche Ausschreibung zum Angebot ein, wenn möglich mindestens drei.Art. 20 Abs. 2 BöB
Staatsvertragsbereich (Schweiz)Aufträge, für die internationale Abkommen gelten, etwa das WTO-Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen; dort gilt beim Bund für Bauleistungen die höhere Schwelle.BöB Anhang 4

Die deutschen Rechtsstellen dieser Tabelle betreffen die Oberschwelle, außer § 55 BHO. Die Regeln für die Unterschwelle, für Österreich und die Schweiz stehen in den Abschnitten danach.

Welche dieser Begriffe sind in Ihrem Angebotsteam noch offen? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Was ist der Unterschied zwischen Oberschwelle und Unterschwelle?

Oberschwelle heißt: Der geschätzte Auftragswert ohne Umsatzsteuer erreicht oder überschreitet den EU-Schwellenwert. Unterschwelle heißt: Er liegt darunter, und es gilt nationales Recht.

Die Rechtsgrundlagen: In Deutschland gilt der Teil 4 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen ab der Schwelle (§ 106 Abs. 1 GWB). In Österreich liegt ein Verfahren im Oberschwellenbereich, wenn der geschätzte Auftragswert mindestens den Schwellenwert beträgt, und im Unterschwellenbereich, wenn er ihn nicht erreicht (§ 12 Abs. 1 und 3 BVergG 2018). Die Schweiz ist kein EU-Mitglied; die Verfahrenswahl richtet sich beim Bund nach Anhang 4 des BöB (Art. 16 Abs. 1 BöB), bei Kantonen und Gemeinden nach der Interkantonalen Vereinbarung (IVöB).

Was sich für Sie ändert: Oberhalb der Schwelle veröffentlicht das Amt für Veröffentlichungen der EU die Bekanntmachungen aus Deutschland und Österreich im Supplement zum EU-Amtsblatt, abrufbar über TED (Art. 51 Abs. 2 Richtlinie 2014/24/EU). Unterhalb der Schwelle gilt diese Pflicht nicht; was bekannt gemacht wird, richtet sich nach nationalem Recht.

Wie groß die Unterschwelle ist: In Deutschland lagen 2024 rund 88 Prozent der an die Vergabestatistik gemeldeten Vergaben unterhalb der EU-Schwellenwerte, nach Auftragsvolumen rund 24 Prozent (Vergabestatistik 2024, PDF-S. 20). Unterhalb der Schwelle mussten öffentliche Auftraggeber 2024 Aufträge über 25.000 Euro ohne Umsatzsteuer melden, seit 1. Juli 2026 liegt die Grenze bei über 50.000 Euro (§ 2 Abs. 2 VergStatVO). Aufträge unterhalb dieser Meldegrenze enthält die Statistik nur, soweit Auftraggeber sie freiwillig melden; 2024 waren das 10.667 Vergaben (Vergabestatistik 2024, PDF-S. 15).

Aus meiner Praxis: Ich habe in 25 Jahren Bieterpraxis gelernt, meine Kalkulationszeit auf wenige große, EU-weite Verfahren zu konzentrieren.

Liegen die Verträge Ihrer wichtigsten Auftraggeber über oder unter der Schwelle? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Wie hoch sind die EU-Schwellenwerte 2026 und 2027?

Die EU-Schwellenwerte 2026 und 2027 betragen 140.000, 216.000 und 5.404.000 Euro für klassische öffentliche Auftraggeber und 432.000 Euro für Liefer- und Dienstleistungen von Sektorenauftraggebern. Sie gelten seit 1. Januar 2026.

Tabelle: EU-Schwellenwerte 2024/2025 und 2026/2027

Bereich2024/20252026/2027Rechtsgrundlage
Bauaufträge5.538.000 €5.404.000 €Art. 4 Buchst. a Richtlinie 2014/24/EU
Liefer- und Dienstleistungen zentraler Regierungsbehörden143.000 €140.000 €Art. 4 Buchst. b Richtlinie 2014/24/EU
Liefer- und Dienstleistungen aller übrigen öffentlichen Auftraggeber221.000 €216.000 €Art. 4 Buchst. c Richtlinie 2014/24/EU
Soziale und andere besondere Dienstleistungen750.000 €750.000 €Art. 4 Buchst. d Richtlinie 2014/24/EU
Sektoren, Liefer- und Dienstleistungen443.000 €432.000 €Art. 15 Buchst. a Richtlinie 2014/25/EU
Sektoren, Bauaufträge5.538.000 €5.404.000 €Art. 15 Buchst. b Richtlinie 2014/25/EU
Sektoren, soziale und besondere Dienstleistungen1.000.000 €1.000.000 €Art. 15 Buchst. c Richtlinie 2014/25/EU
Konzessionen5.538.000 €5.404.000 €Art. 8 Abs. 1 Richtlinie 2014/23/EU
Verteidigung und Sicherheit, Liefer- und Dienstleistungen / Bau443.000 € / 5.538.000 €432.000 € / 5.404.000 €Art. 8 Richtlinie 2009/81/EG

Alle Beträge ohne Umsatzsteuer. Die Werte 2026/2027 sind neu festgesetzt durch die Delegierten Verordnungen (EU) 2025/2152, 2025/2150 und 2025/2151 vom 22. Oktober 2025 sowie 2025/2487 vom 2. Dezember 2025; die Werte 750.000 und 1.000.000 Euro stehen unverändert in den Richtlinien.

Wer die niedrigere Schwelle anwendet: In Deutschland wenden das Bundeskanzleramt und die Bundesministerien den Wert für zentrale Regierungsbehörden an, in dieser Fassung seit 1. Juli 2026 (§ 106 Abs. 2 Nr. 1 GWB); in Österreich gilt er für die in Anhang III des Gesetzes aufgezählten Auftraggeber (§ 12 Abs. 1 Z 1 BVergG 2018). Länder, Kommunen und die übrigen öffentlichen Auftraggeber liegen bei 216.000 Euro. Bei Lieferaufträgen zentraler Regierungsbehörden im Verteidigungsbereich gilt der Wert von 140.000 Euro nur für Waren, die in Anhang III der Richtlinie aufgezählt sind; für andere Waren gelten 216.000 Euro (Art. 4 Buchst. b und c Richtlinie 2014/24/EU).

Wann sich die Werte ändern: Die Kommission überprüft die Werte für Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträge alle zwei Jahre anhand des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen; die Werte für soziale und andere besondere Dienstleistungen bleiben unverändert. Sie rechnet mit dem durchschnittlichen Kurs des Euro zu den Sonderziehungsrechten über 24 Monate bis zum 31. August (Art. 6 Abs. 1 Richtlinie 2014/24/EU).

Rechnen Ihre Kalkulationsblätter noch mit 221.000 Euro? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Wie berechnen Sie den Auftragswert: netto, Optionen, Lose?

Maßgeblich ist der geschätzte Gesamtwert ohne Umsatzsteuer über die ganze Laufzeit, einschließlich der Optionen und Verlängerungen, die in den Unterlagen vorgesehen sind. Diese Regel gilt in allen drei Ländern. Bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen ohne Gesamtpreis mit unbestimmter oder mehr als 48 Monaten Laufzeit zählt in Deutschland der 48-fache Monatswert (§ 3 Abs. 11 VgV).

Die Regel je Land: in der EU-Richtlinie Art. 5 Abs. 1 Richtlinie 2014/24/EU, in Deutschland § 3 Abs. 1 VgV, in Österreich § 13 Abs. 1 BVergG 2018, in der Schweiz für den Bund Art. 15 Abs. 3 und 4 BöB und für Kantone und Gemeinden Art. 15 Abs. 3 und 4 IVöB.

Rahmenvereinbarung: In Deutschland zählt der geschätzte Gesamtwert aller Einzelaufträge, die während der ganzen Laufzeit geplant sind (§ 3 Abs. 4 VgV).

Lose: Bei mehreren Losen zählt in Deutschland der Gesamtwert aller Lose, bei Bauvorhaben und Dienstleistungen ebenso wie bei gleichartigen Lieferungen. Erreicht er die Schwelle, gilt das EU-Vergaberecht für jedes Los (§ 3 Abs. 7 und 8 VgV). Ausnahme ist die Kleinlosregel: Einzelne Lose unter 80.000 Euro bei Liefer- und Dienstleistungen und unter 1 Million Euro bei Bauleistungen darf der Auftraggeber national vergeben, solange diese Lose zusammen höchstens 20 Prozent des Gesamtwerts ausmachen (§ 3 Abs. 9 VgV). Österreich kennt dieselbe Regel: für Bau-Lose unter 1 Million Euro (§ 14 Abs. 3 BVergG 2018) und für Liefer- und Dienstleistungslose unter 80.000 Euro (§ 15 Abs. 4 und § 16 Abs. 5 BVergG 2018), jeweils bis zusammen 20 Prozent des Gesamtwerts.

Kein Aufteilen: In Deutschland darf ein Auftrag ohne objektive Gründe nicht so aufgeteilt werden, dass er unter die Schwelle fällt (§ 3 Abs. 2 VgV).

Welche Laufzeiten haben die Verträge Ihrer Zielauftraggeber? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Welche Wertgrenzen gelten 2026 in Deutschland?

In Deutschland darf der Bund seit 1. Juli 2026 Leistungen bis 50.000 Euro ohne Umsatzsteuer ohne Vergabeverfahren beschaffen. Länder und Kommunen setzen eigene Grenzen.

Bund: Das Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge vom 12. Mai 2026 hat § 55 der Bundeshaushaltsordnung neu gefasst, in Kraft seit 1. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 137). Leistungen bis 50.000 Euro ohne Umsatzsteuer können ohne Vergabeverfahren beschafft werden (Direktauftrag), sofern nicht die Natur des Geschäfts oder besondere Umstände eine höhere Wertgrenze rechtfertigen. Der Auftraggeber soll zwischen den beauftragten Unternehmen wechseln (§ 55 Abs. 2 BHO).

Liefer- und Dienstleistungen: Unterhalb der Schwelle gilt die Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) nur, soweit Bund oder Land sie eingeführt haben (UVgO, PDF-S. 1).

Bauleistungen: Abschnitt 1 der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A) nennt seit 1. Januar 2026 neue Wertgrenzen ohne Umsatzsteuer (§ 3a Abs. 2 bis 4 VOB/A): die Beschränkte Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb (nur ausgewählte Unternehmen werden zum Angebot aufgefordert) bis 150.000 Euro, die Freihändige Vergabe (ein vereinfachtes Verfahren) bis 100.000 Euro und der Direktauftrag bis 50.000 Euro; im Text der Vorschrift standen zuvor 3.000 Euro. Die Werte gelten, soweit das Haushaltsrecht des Auftraggebers diese Fassung vorschreibt und keine eigenen Werte festlegt.

Tabelle: Wertgrenzen in Deutschland, Beispiele

AuftraggeberDirektauftrag Liefer- und DienstleistungenDirektauftrag BauWeitere GrenzenFundstelle
Bundbis 50.000 €bis 50.000 €Vorbehalt für höhere Grenze bei besonderen Umständen§ 55 Abs. 2 BHO
VOB/A Abschnitt 1, Fassung seit 01.01.2026, ohne eigene Landes- oder Kommunalwerteentfälltbis 50.000 €Freihändige Vergabe bis 100.000 €, Beschränkte Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb bis 150.000 €§ 3a VOB/A
Nordrhein-Westfalen, Landesbehörden und -einrichtungenbis 50.000 €bis 100.000 €seit 1. Februar 2026, vorläufig ab 1. Oktober 2026 nach dem Erlass vom 21.09.2026; nur für Auftraggeber, die die Landeshaushaltsordnung beachten müssenVergabe.NRW
Bayern, Kommunenbis einschließlich 100.000 €bis einschließlich 250.000 €Bau: Verhandlungsvergabe (Freihändige Vergabe) und Beschränkte Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb bis einschließlich 1.000.000 €StMI Bayern, Stand 01.01.2026

Alle Beträge ohne Umsatzsteuer. In Bayern gelten die Werte bei Bau je Gewerk (Arbeiten eines Fachgebiets) und bei Liefer- und Dienstleistungen je Auftrag an denselben Auftragnehmer.

Welche Ihrer zehn wichtigsten Auftraggeber schreiben oberhalb der EU-Schwelle aus, und wer hat dort zuletzt gewonnen? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Welche Wertgrenzen gelten 2026 in Österreich?

In Österreich ist die Direktvergabe seit 1. März 2026 bei Bauaufträgen unter 200.000 Euro und bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen unter 140.000 Euro zulässig, jeweils ohne Umsatzsteuer. Die Grenze für Liefer- und Dienstleistungen hängt am niedrigeren EU-Schwellenwert und bewegt sich mit ihm.

Woher die Werte kommen: Das Vergaberechtsgesetz 2026 (BGBl. I Nr. 8/2026), kundgemacht am 27. Februar 2026, hat die Wertgrenzen im Bundesvergabegesetz neu festgesetzt; sie gelten seit 1. März 2026 (§ 376 Abs. 6 Z 1 BVergG 2018, zweiter Absatz 6). Zugleich trat die Schwellenwerteverordnung 2025 außer Kraft, die befristet 143.000 Euro vorgesehen hatte (BGBl. II Nr. 167/2025).

Tabelle: Schwellenwerte und Wertgrenzen in Österreich

Verfahren (BVergG 2018)BauLiefer- und DienstleistungenFundstelle
Oberschwellenbereichab 5.404.000 €ab 216.000 €, für die im Gesetzesanhang aufgezählten zentralen Auftraggeber ab 140.000 €, besondere Dienstleistungen ab 750.000 €§ 12 Abs. 1
Direktvergabeunter 200.000 €unter 140.000 €§ 46 Abs. 2
Direktvergabe mit vorheriger Bekanntmachungunter 2.000.000 €unter 140.000 €§ 47 Abs. 2
Nicht offenes Verfahren ohne vorherige Bekanntmachungunter 2.000.000 €entfällt§ 43
Sektorenauftraggeber: Oberschwellenbereichab 5.404.000 €ab 432.000 €§ 185 Abs. 1
Sektorenauftraggeber: Direktvergabeunter 200.000 €unter 150.000 €§ 213 Abs. 2

Alle Beträge ohne Umsatzsteuer, Fassung BGBl. I Nr. 8/2026; EU-Werte laut Kundmachung BGBl. II Nr. 214/2026.

Wann Sie es erfahren: Auftraggeber im Vollziehungsbereich des Bundes, etwa der Bund selbst und bundesgesetzlich eingerichtete Selbstverwaltungskörperschaften, geben jeden vergebenen Auftrag ab 50.000 Euro spätestens 30 Tage nach dem Zuschlag bekannt, auch nach einer Direktvergabe, in einem offenen, maschinenlesbaren Format, seit 1. Oktober 2026 über Kerndatenquelle und Standardformular nach Anhang VII. Ausgenommen sind Abrufe aus Rahmenvereinbarungen unter 50.000 Euro; besondere Dienstleistungen und Abrufe aus Rahmenvereinbarungen darf der Auftraggeber gebündelt je Quartal bekannt geben (§ 66 Abs. 1 und 2 BVergG 2018).

Kennen Ihre österreichischen Auftraggeber Ihr Unternehmen, bevor sie drei Angebote einholen? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Welche Schwellenwerte gelten 2026 in der Schweiz?

In der Schweiz vergibt der Bund Lieferungen und Dienstleistungen ab 230.000 Franken und Bauleistungen ab 2.000.000 Franken im offenen oder selektiven Verfahren (im selektiven Verfahren stellen die Anbieterinnen zuerst einen Antrag auf Teilnahme, Art. 19 Abs. 1 BöB); der Staatsvertragsbereich beginnt bei Bauleistungen bei 8.700.000 Franken (BöB Anhang 4). Kantone und Gemeinden liegen im Staatsvertragsbereich bei 350.000 Franken für Lieferungen und Dienstleistungen. Die Werte gelten für 2026 und 2027.

Tabelle: Bund (BöB Anhang 4)

Verfahren, Auftraggeberin nach Art. 4 Abs. 1 BöBBauleistungenLieferungen und Dienstleistungen
Staatsvertragsbereich: offenes oder selektives Verfahrenab CHF 8.700.000ab CHF 230.000
Außerhalb des Staatsvertragsbereichs: offenes oder selektives Verfahrenab CHF 2.000.000ab CHF 230.000
Einladungsverfahrenab CHF 300.000ab CHF 150.000
Freihändiges Verfahrenunter CHF 300.000unter CHF 150.000

Quelle: BöB Anhang 4, in Kraft seit 1. Januar 2026; alle Beträge ohne Mehrwertsteuer (Art. 15 Abs. 3 BöB).

Tabelle: Kantone und Gemeinden (IVöB 2019)

Die IVöB unterscheidet bei Bauleistungen zwischen Bauhauptgewerbe und Baunebengewerbe, ohne die Begriffe zu definieren (IVöB Anhang 2).

VerfahrenLieferungenDienstleistungenBaunebengewerbeBauhauptgewerbe
Staatsvertragsbereichab CHF 350.000ab CHF 350.000Bauleistungen gesamt ab CHF 8.700.000Bauleistungen gesamt ab CHF 8.700.000
Offenes oder selektives Verfahrenab CHF 250.000ab CHF 250.000ab CHF 250.000ab CHF 500.000
Einladungsverfahrenunter CHF 250.000unter CHF 250.000unter CHF 250.000unter CHF 500.000
Freihändiges Verfahrenunter CHF 150.000unter CHF 150.000unter CHF 150.000unter CHF 300.000

Quelle: IVöB Anhang 1 und Anhang 2. Für Sektorenauftraggeber in den Bereichen Wasser, Energie und Verkehr gelten im Staatsvertragsbereich bei Lieferungen und Dienstleistungen 700.000 Franken, im Schienenverkehr sowie in der Gas- und Wärmeversorgung 640.000 Franken (IVöB Anhang 1). Für Kantone, die der IVöB 2019 nicht beigetreten sind, gilt die Vereinbarung von 2001 weiter (Art. 65 Abs. 2 IVöB); dort dürfen Lieferungen unter 100.000 Franken freihändig vergeben werden (Rundschreiben des INÖB vom 26.11.2025, S. 3). Das Interkantonale Organ hat mitgeteilt, dass die Werte für 2026 und 2027 unverändert bleiben (Rundschreiben des INÖB vom 26.11.2025).

Wo Sie es sehen: Offene und selektive Verfahren veröffentlichen Bund, Kantone und Gemeinden auf einer gemeinsam von Bund und Kantonen betriebenen Internetplattform, heute simap.ch (Art. 48 Abs. 1 BöB, Art. 48 IVöB, Fußnote zu Art. 1 Abs. 2 VöB).

Welche Schweizer Auftraggeber vergeben in Ihrer Branche? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Praxis-Beispiel: 400 Euro über der Schwelle

Alle Angaben stammen aus den verlinkten Bekanntmachungen im EU-Amtsblatt und einer TED-Suche vom 06.10.2026.

Landesbetrieb Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Südwestfalen: „Rahmenvertrag zur Ölspurbeseitigung im Kreis Olpe“ (TED 662664-2026). Veröffentlicht am 25.09.2026 im offenen Verfahren nach der VgV, ein Los, eine Rahmenvereinbarung mit einem Unternehmen, Laufzeit 01.12.2026 bis 30.11.2030. Geschätzter Wert: 216.400 Euro, Höchstwert der Rahmenvereinbarung 238.040 Euro. Angebotsfrist: 29.10.2026, Fragen bis 22.10.2026 (Stand 06.10.2026).

Das Problem: Rechnerisch sind das 54.100 Euro im Jahr. Der Landesbetrieb ist keine zentrale Regierungsbehörde, für seine Liefer- und Dienstleistungsaufträge gilt die Schwelle von 216.000 Euro. Der geschätzte Wert über vier Jahre liegt 400 Euro darüber.

Die Lösung: Rechnen Sie jeden Auftrag über die ganze Laufzeit, denn für eine Rahmenvereinbarung zählt der Wert aller Einzelaufträge der Laufzeit (§ 3 Abs. 4 VgV). Unter demselben Titel standen 2026 schon zwei Bekanntmachungen in TED, eine davon mit 203.100 Euro, also unter der Schwelle (TED 533654-2026, TED 607484-2026); einen Grund nennen sie nicht.

Das Ergebnis: Der Auftrag erschien am 25.09.2026 im EU-Amtsblatt, mit 34 Tagen zwischen Veröffentlichung und Angebotsfrist. Ob ein Auftrag in Deutschland EU-weit bekannt gemacht werden muss, entscheidet der geschätzte Gesamtwert über die ganze Laufzeit (§ 106 Abs. 1 GWB, § 3 Abs. 1 und 4 VgV).

Welche Rahmenverträge Ihrer Zielauftraggeber enden als Nächstes? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Was das für Ihre Rolle heißt

Jede Rolle im Angebotsteam braucht aus diesem Artikel etwas anderes.

Tabelle: Der wichtigste Punkt je Rolle

RolleDer wichtigste PunktMehr dazu im Abschnitt
VertriebBis zur jeweiligen Wertgrenze darf der Auftraggeber ohne Ausschreibung direkt beauftragen: in Deutschland der Bund bis 50.000 Euro (§ 55 Abs. 2 BHO), in Österreich bei Bau unter 200.000 Euro und bei Liefer- und Dienstleistungen unter 140.000 Euro (§ 46 Abs. 2 BVergG 2018). In Österreich muss er sich bei der Direktvergabe über 50.000 Euro um zumindest drei Angebote oder unverbindliche Preisauskünfte bemühen, sofern keine sachlichen Gründe entgegenstehen (§ 46 Abs. 4 BVergG 2018). Machen Sie sich vor der Anfrage bekannt.Welche Wertgrenzen gelten 2026 in Deutschland; Welche Wertgrenzen gelten 2026 in Österreich
Bid-ManagementPrüfen Sie je Auftraggeber, welche Schwelle für Liefer- und Dienstleistungen gilt: 140.000 Euro für zentrale Regierungsbehörden, 216.000 Euro für die übrigen öffentlichen Auftraggeber, 432.000 Euro für Sektorenauftraggeber bei Sektorentätigkeiten; für Bauaufträge 5.404.000 Euro. In Deutschland verweist § 106 Abs. 2 Nr. 1 und 2 GWB auf Art. 4 Richtlinie 2014/24/EU und Art. 15 Richtlinie 2014/25/EU. Davon hängen Verfahren und Fundort ab.Wie hoch sind die EU-Schwellenwerte 2026 und 2027
Solution-ArchitektLose und Optionen bestimmen den Auftragswert. Lesen Sie, welche Lose der Auftraggeber nach der Kleinlosregel national vergibt (§ 3 Abs. 9 VgV).Wie berechnen Sie den Auftragswert
JuristRechtsgrundlagen mit Stand: Art. 4 Richtlinie 2014/24/EU in der Fassung ab 01.01.2026, § 106 GWB und § 55 BHO in der seit 01.07.2026 geltenden Fassung, § 12 BVergG 2018 mit den Werten der Kundmachung BGBl. II Nr. 214/2026 und § 46 BVergG 2018 in der Fassung BGBl. I Nr. 8/2026, BöB Anhang 4 sowie IVöB Anhang 1 und Anhang 2. Ein Auftrag darf nicht aufgeteilt werden, um unter die Schwelle zu fallen (§ 3 Abs. 2 VgV, § 13 Abs. 5 BVergG 2018, Art. 15 Abs. 2 BöB).Oberschwelle und Unterschwelle; alle Länderabschnitte
FinanzenSchwellen und Wertgrenzen gelten ohne Umsatzsteuer; für die Schwelle zählt der geschätzte Gesamtwert einschließlich Optionen und Verlängerungen (§ 3 Abs. 1 VgV, § 13 Abs. 1 BVergG 2018, Art. 15 Abs. 3 BöB). Im Praxis-Beispiel liegt der geschätzte Wert über vier Jahre bei 216.400 Euro, rechnerisch 54.100 Euro im Jahr.Wie berechnen Sie den Auftragswert; Praxis-Beispiel

Die deutschen Fundstellen dieser Tabelle betreffen die Oberschwelle, außer § 55 BHO.

Welche Rolle in Ihrem Team prüft heute die Schwelle? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Stolpersteine bei Schwellenwerten

Mit alten Werten rechnen

„Unser Suchprofil steht auf 221.000 Euro.“ Seit 1. Januar 2026 gelten 216.000 Euro, 140.000 Euro und 5.404.000 Euro.

Lösung: Tragen Sie die Werte aus der Delegierten Verordnung (EU) 2025/2152 ein.

Jahreswerte mit der Schwelle vergleichen

„Das sind doch nur 50.000 Euro im Jahr.“ In Deutschland zählt für die EU-Schwelle der geschätzte Gesamtwert der Leistung ohne Umsatzsteuer einschließlich Optionen und Vertragsverlängerungen (§ 3 Abs. 1 VgV).

Lösung: Vergleichen Sie den geschätzten Gesamtwert aus der Bekanntmachung mit der Schwelle.

Die Wertgrenze des falschen Auftraggebers anwenden

„Die dürfen das doch gar nicht direkt vergeben.“ Je nach Ebene doch: in Deutschland der Bund bis 50.000 Euro, bei besonderen Umständen auch darüber (§ 55 Abs. 2 BHO), ein österreichischer Sektorenauftraggeber bei Liefer- und Dienstleistungen unter 150.000 Euro (§ 213 Abs. 2 BVergG 2018).

Lösung: Bestimmen Sie je Zielauftraggeber Land, Ebene und Leistungsart. Aus meiner Praxis: Bei Direktaufträgen und Direktvergaben wird gefragt, wer dem Auftraggeber bekannt ist; ich habe Einkäufer deshalb angeschrieben, bevor es einen Auftrag gab, mit konkreten Ideen zu ihren laufenden Verträgen.

Welcher dieser Stolpersteine kostet Ihr Team gerade Aufträge? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Fazit und nächste Schritte

Die EU-Schwellenwerte 2026 sind gegenüber 2024 und 2025 gesunken, außer für soziale und andere besondere Dienstleistungen. In Deutschland ist die Wertgrenze für den Direktauftrag bei Bauleistungen nach der VOB/A von 3.000 auf 50.000 Euro gestiegen, und der Bund hat seit 1. Juli 2026 eine gesetzliche Grenze von 50.000 Euro; in Österreich gelten seit 1. März 2026 neu festgesetzte Wertgrenzen im Gesetz, und die Schweizer Werte sind gleich geblieben. Für die Schwelle zählt der geschätzte Gesamtwert ohne Umsatzsteuer einschließlich Optionen und Verlängerungen.

Ihre nächsten konkreten Schritte:

  1. Sofort: Tragen Sie die Werte 2026 und 2027 ins Suchprofil ein, je Land, Ebene und Leistungsart eine Zeile.
  2. Diese Woche: Prüfen Sie für Ihre zehn wichtigsten Auftraggeber, welche Schwelle und welche Wertgrenze für sie gilt.
  3. Laufend: Rechnen Sie jede Ausschreibung über die ganze Laufzeit mit Optionen und suchen Sie oberhalb der Schwelle in TED.
  4. Strategisch: Machen Sie sich bei Auftraggebern bekannt, die unterhalb der Wertgrenzen direkt anfragen dürfen.

aufträge.io bündelt über 200 Vergabeportale aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, im Oberschwellenbereich zusätzlich EU-weit, und zeigt, wer gewonnen hat und wann Verträge enden (Fakten zu aufträge.io).

Roadmap: In Vorbereitung ist die MCP-Schnittstelle von aufträge.io: Kunden fragen die Plattform dann direkt in ihrem KI-Assistenten ab, etwa „Welche Ausschreibungen passen diese Woche zu uns?“ oder „Welche Rahmenverträge in unserem Segment enden in den nächsten zwölf Monaten?“, mit denselben Daten wie in der Oberfläche. Start für Kunden in den nächsten Wochen.

Was sagen die endenden Verträge Ihrer Zielauftraggeber über Ihre Pipeline? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Häufige Fragen

Wie hoch sind die EU-Schwellenwerte 2026?

Die EU-Schwellenwerte 2026 liegen seit 1. Januar 2026 bei 140.000 Euro für Liefer- und Dienstleistungen zentraler Regierungsbehörden, 216.000 Euro für die übrigen öffentlichen Auftraggeber und 5.404.000 Euro für Bauaufträge, jeweils ohne Umsatzsteuer (Art. 4 Richtlinie 2014/24/EU). Sektorenauftraggeber liegen bei 432.000 Euro für Liefer- und Dienstleistungen (Art. 15 Richtlinie 2014/25/EU). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Plattform zeigt, wer einen Auftrag zuletzt gewonnen hat, zu welchem Wert und bei welcher Vergabestelle (Fakten zu aufträge.io). In Ihrem Accountplan steht so der Wert des bisherigen Vertrags neben der Schwelle.

Ab welchem Betrag muss EU-weit ausgeschrieben werden?

EU-weit ausgeschrieben wird in Deutschland und Österreich, sobald der geschätzte Auftragswert ohne Umsatzsteuer den jeweiligen EU-Schwellenwert erreicht oder überschreitet (§ 106 Abs. 1 GWB, § 12 Abs. 1 BVergG 2018); die Schweiz hat eigene Schwellenwerte in Franken. aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für Ihre Pipeline bewertet die Plattform jede Ausschreibung nach Passung, oberhalb der Schwelle EU-weit. In Vorbereitung ist die MCP-Schnittstelle von aufträge.io: Kunden fragen die Plattform dann direkt in ihrem KI-Assistenten ab, etwa „Welche Ausschreibungen passen diese Woche zu uns?“ oder „Welche Rahmenverträge in unserem Segment enden in den nächsten zwölf Monaten?“, mit denselben Daten wie in der Oberfläche. Start für Kunden in den nächsten Wochen. Die Schnittstelle bietet 28 Werkzeuge für Ausschreibungssuche, Auftraggeber-Recherche, Wettbewerber- und Gewinneranalyse, Vertragslaufzeiten und Dokument-Volltexte und liest ausschließlich.

Gelten die Schwellenwerte netto oder brutto?

Die Schwellenwerte gelten netto: Maßgeblich ist der geschätzte Gesamtwert ohne Umsatzsteuer, einschließlich aller Optionen und Verlängerungen (Art. 5 Abs. 1 Richtlinie 2014/24/EU). In der Schweiz gilt dasselbe (Art. 15 Abs. 3 BöB). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Frühwarnsystem der Plattform zeigt endende Verträge Wochen bis Monate vor der Neuausschreibung (Fakten zu aufträge.io). Ihr Bid-Management plant so die Kapazität für das Angebot, bevor die Bekanntmachung erscheint. In Vorbereitung ist die MCP-Schnittstelle von aufträge.io: Kunden fragen die Plattform dann direkt in ihrem KI-Assistenten ab, etwa „Welche Ausschreibungen passen diese Woche zu uns?“ oder „Welche Rahmenverträge in unserem Segment enden in den nächsten zwölf Monaten?“, mit denselben Daten wie in der Oberfläche. Start für Kunden in den nächsten Wochen.

Wie hoch ist die Grenze für den Direktauftrag in Deutschland 2026?

Die Grenze für den Direktauftrag liegt in Deutschland für den Bund seit 1. Juli 2026 bei 50.000 Euro ohne Umsatzsteuer, bei besonderen Umständen auch höher (§ 55 Abs. 2 BHO). Länder und Kommunen haben eigene Grenzen. aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Plattform zeigt, wer bei welcher Vergabestelle zuletzt gewonnen hat (Fakten zu aufträge.io). Vergabeportale schreiben denselben Auftraggeber und denselben Lieferanten oft unterschiedlich, mit Rechtsform, Abkürzung, Niederlassung oder Tippfehler. aufträge.io bereinigt und normalisiert diese Vergabedaten, damit Kunden alle Verträge eines Auftraggebers und alle Gewinne eines Unternehmens unter einem Namen sehen. Erst so werden Insider, Outsider und Vertragsenden verlässlich. Ihr Vertrieb sieht so, bei welchen Auftraggebern Ihr Unternehmen schon einen veröffentlichten Zuschlag erhalten hat.

Bis zu welchem Wert ist in Österreich eine Direktvergabe zulässig?

In Österreich ist die Direktvergabe seit 1. März 2026 bei Bauaufträgen unter 200.000 Euro und bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen unter 140.000 Euro zulässig (§ 46 Abs. 2 BVergG 2018), bei Sektorenauftraggebern unter 200.000 bzw. 150.000 Euro (§ 213 Abs. 2 BVergG 2018). Über 50.000 Euro muss sich der Auftraggeber bei der Direktvergabe um zumindest drei Angebote oder unverbindliche Preisauskünfte bemühen, sofern keine sachlichen Gründe entgegenstehen (§ 46 Abs. 4 und § 213 Abs. 4 BVergG 2018). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Plattform unterscheidet je Ausschreibung mögliche Bieter in Insider (bei diesem Auftraggeber bereits erfolgreich) und Outsider (Fakten zu aufträge.io). Ihr Accountplan zeigt so, wo Ihr Unternehmen als Insider gilt.

Welche Schwellenwerte gelten in der Schweiz 2026?

In der Schweiz vergibt der Bund Lieferungen und Dienstleistungen ab 230.000 Franken im offenen oder selektiven Verfahren und darf sie unter 150.000 Franken freihändig vergeben (BöB Anhang 4). Für Kantone und Gemeinden gelten im Staatsvertragsbereich 350.000 Franken für Lieferungen und Dienstleistungen und 8.700.000 Franken für Bauleistungen (IVöB Anhang 1). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Plattform bündelt über 200 Vergabeportale aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (Fakten zu aufträge.io). Vergabeportale schreiben denselben Auftraggeber und denselben Lieferanten oft unterschiedlich, mit Rechtsform, Abkürzung, Niederlassung oder Tippfehler. aufträge.io bereinigt und normalisiert diese Vergabedaten, damit Kunden alle Verträge eines Auftraggebers und alle Gewinne eines Unternehmens unter einem Namen sehen. Erst so werden Insider, Outsider und Vertragsenden verlässlich. Ihr Accountplan führt so Schweizer, deutsche und österreichische Auftraggeber zusammen.

Wann ändern sich die EU-Schwellenwerte wieder?

Die EU-Kommission überprüft die EU-Schwellenwerte alle zwei Jahre (Art. 6 Abs. 1 Richtlinie 2014/24/EU); die geltenden Werte sind für 2026 und 2027 festgesetzt (Delegierte Verordnung (EU) 2025/2152). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Portale zeigen Listen, aufträge.io qualifiziert vor. aufträge.io deckt als einzige DACH-Plattform alle drei Zeitebenen für die Bieterseite ab: bisherige Gewinner, laufende Ausschreibungen mit Matching und endende Verträge als Frühwarnsystem (Fakten zu aufträge.io). Die Plattform ist aus 25 Jahren eigener Vergabepraxis entstanden. Ihr Forecast für 2026 und 2027 stützt sich so auf alle drei Zeitebenen.

Sie wollen sehen, was das für Ihr Unternehmen heißt? Jetzt kostenlose Analyse erhalten

Keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr, Rechtsstand 06.10.2026, Angaben aus TED mit Stand im Text; maßgeblich sind die verlinkten amtlichen Texte.